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03.02.2005 / Thema / Seite 10

Gewerkschaft neuen Typs

»New unionism« – was können, was müssen die Gewerkschaften künftig leisten? Drei Aspekte sind zentral: Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung und Überwindung nationaler Zersplitterung durch transnationale Branchenpolitik

Hannes Heine

Mainstream und Establishment sind sich einig: Gewerkschaften repräsentieren die Vergangenheit, sind gegebenenfalls Störer, überflüssig aber in jedem Fall. Richtig ist: Bevor man neue Perspektiven zu entwickeln sucht, muß man analysieren, was Gewerkschaftlichkeit bisher bedeutete und was daran zu kritisieren ist.

Der »old unionism« der bundesdeutschen Berufs- und Industrieverbände ist zu Recht als konstitutiver Teil des deutschen Modells mit ausgefeiltem Wohlfahrtssystem, Tarifautonomie und sozialem Frieden wahrgenommen worden. Einheitsgewerkschaften als flächendeckende Industrieverbände ergänzten sich mit ständischen, berufsbildenden Vereinen. Beide genossen Anerkennung in Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), nach wie vor größter Gewerkschaftsverband der westlichen Welt, prägte Wirtschaftswunder und Sozialstaat entscheidend. Grundlage ist das Recht auf Koalitionsfreiheit, das sich im Artikel neun des Grundgesetzes...

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