25.01.2005 / Ansichten / Seite 2

»Deutschland ist in den Irak-Krieg tief verstrickt«

Friedensgruppen bereiten sich auf Bush-Besuch am 23. Februar vor. Ablehnung des Krieges durch Bundesregierung ist Heuchelei. Ein Gespräch mit Hans Christoph Stoodt

Thomas Klein

* Hans Christoph Stoodt ist Pfarrer der St. Katharinenkirche in Frankfurt a. Main und Sprecher des »Frankfurter Bündnisses gegen den Krieg«, das sich an den Protestaktionen gegen den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush beteiligen wird.


F: Das Bündnis »Not welcome, Mr. Bush« ruft zu Protesten gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush am 23. Februar in Mainz auf. Es verlangt von der Bundesregierung, die Kriegsgefolgschaft zu verweigern. Was ist gemeint?

Die rot-grüne Koalition hat nicht zuletzt wegen ihrer Ablehnung des Irak-Krieges die Bundestagswahlen von 2002 knapp gewonnen. Es wurde aber schnell deutlich, daß diese Ablehnung zum Teil nur verbal war: Ich erinnere an die Überflugrechte etwa für die B-52-Bomber in Richtung Irak, an die Übernahme bis dahin von US-Truppen gewährleisteter militärischer Funktionen durch die Bundeswehr im Wachdienst, die zentrale Rolle der Rhein-Main-Airbase und vor allem an die deutschen Tru...




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