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20.01.2005 / Ausland / Seite 3

Freedom and Democracy

Zwischen Phantasie und Wirklichkeit tritt US-Präsident George W. Bush seine zweite Amtszeit an. Statt »Freiheit und Demokratie« drohen weitere Kriege

Rainer Rupp

George W. Bush ist es in seiner ersten Amtzeit wie kaum einem anderen US-Präsidenten gelungen, die amerikanische Bevölkerung zu polarisieren. Dank der erfolgreichen Mobilisierung der christlichen Fundamentalisten kann er heute zwar seine zweite Amtsperiode antreten, um seine – wie er selbst glaubt – göttliche Mission zu erfüllen. Eine zunehmende Zahl seiner Gegner vergleichten ihn und seine neokonservative Regierung derweil direkt mit der Welt in George Orwells Buch »1984«. Auch dort herrscht »permanenter Krieg«, und das »Ministerium für Wahrheit« ist zuständig für Propagandalügen und Folter. Die Tatsache, daß der Chefjurist des Weißen Hauses, Alberto Gonzales, juristischer Wegbereiter der aus Abu Ghraib und Guantánamo bekanntgewordenen Foltermethoden, nächster Justizminister der Vereinigten Staaten wird, kann die Parallelen nur bestätigen.

Ganz im Orwellschen Sinne zeichnete der Präsident den ehemaligen Chef der CIA, George Tenet, mit der höchsten z...

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