27.12.2004 / Inland / Seite 4

Putzen im Mega-Akkord

Gebäudereinigerbranche verschärft die Arbeitsnormen und zittert vor »Ein-Euro-Jobs«

Hans-Gerd Öfinger

Keine frohe Botschaft hatte die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Wiesbaden-Limburg einen Tag vor Weihnachten zu verkünden. Der Druck auf – ohnehin schlecht bezahlte – Reinigungskräfte wird immer größer. Gleichzeitig befürchtet die Gewerkschaft, daß ab Januar »Ein-Euro-Jobs« zunehmend reguläre Arbeitsverhältnisse verdrängen werden.

Nach Beobachtungen der IG BAU bekommen Reinigungskräfte im Rhein-Main-Gebiet derzeit Änderungsverträge in die Hand gedrückt. Damit sollen sie einer kürzeren Arbeitszeit bei gleicher Putzfläche zustimmen. Die Gewerkschaft kritisiert dies als Versuch der Unternehmer, den Reinigungskräften ihren in harten Verhandlungen erstrittenen Lohnzuwachs vorzuenthalten. Es handele sich um eine üble Lohntrickserei zu Lasten der Reinigungskräfte, sagt der Bezirksgeschäftsführer der IG BAU, Veit Wilhelmy. Sogar Kündigungsdrohungen habe es gegeben, um Putzkräfte einzuschüchtern. »Turbo-Putzen« und »Abstauben, Wischen und Saugen im Mega-Akkord« ...

Artikel-Länge: 3904 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe