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21.10.2004 / Inland / Seite 5

Jobben für einen Euro

Sozialverbände nutzen neue gesetzliche Möglichkeiten der Ausbeutung per Zwang zur Arbeit bis zu 30 Wochenstunden

Klaus Störch

Mit der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe (»Hartz IV«) zum Januar 2005 kann Beziehern des künftigen Arbeitslosengeld (ALG) II eine »Beschäftigung mit Mehraufwandentschädigung« zugewiesen werden. Dabei soll es sich dem Gesetz zufolge um zusätzliche, gemeinnützige Arbeit handeln, die kein Marktunternehmen anbietet. Von der Bundesregierung werden 2005 für solche Beschäftigungsverhältnisse rund 6,35 Milliarden Euro bereitgestellt.

Ergänzend zu ALG II und den Unterkunftskosten erhalten Langzeitarbeitslose, die solchen Zusatzjobs nachgehen, ein bis zwei Euro pro Stunde. Bis zu 30 Stunden die Woche sollen die Langzeitarbeitslosen zur gemeinnützigen Arbeit herangezogen werden können. Die Beschäftigungsgeber erhalten eine monatliche Pauschale zwischen 300 und 500 Euro pro Mitarbeiter für Aufwandsentschädigung und Verwaltung. Die Sozialverbände werden an vielen Stellen Zivildienstleistende durch Ein-Euro-Jobber ersetzen. Arbeitslose werden solch...

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