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12.10.2004 / Inland / Seite 15

Debatte um Mindestlohn

Forderung in Gewerkschaften nicht ohne Grund umstritten. Mit geringem Organisationsgrad bei prekär Beschäftigten sind Chancen auf Durchsetzung schlecht

Hans Peter

In der Frage des Mindestlohns stehen den Gewerkschaften noch einige Diskussionen bevor. Nicht nur, weil ihre Positionen trotz Annäherung im DGB-Tarifausschuß (siehe unten) noch immer auseinander liegen. Das Thema selbst ist kompliziert. Bis zur Realisierung eines gesetzlichen Mindestlohns ist es vermutlich ein weiter Weg.

Die Gewerkschaft NGG mit Mitgliedern in Niedriglohnbereichen wie Nahrungsmittelindustrie, Hotels und Gaststätten tritt seit 1999 – als Antwort auf die von Politik und Unternehmern angezettelte Kombilohn-Debatte – für einen gesetzlichen Mindestlohn von 1 500 Euro im Monat ein. Auch die Gewerkschaft ver.di mit ihren Mitgliedern aus Bereichen wie Einzelhandel und Speditionen fordert diese Summe. IG Metall und BCE (Bergbau/Chemie/Energie) sind da skeptisch. Sie befürworten eine Strategie, tariflich erkämpfte Löhne per Gesetz in der jeweiligen Branche zu verallgemeinern. Sie fürchten, daß eine politische Regulierung beim Lohn – nichts andere...

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