Der Schwarze Kanal
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11.08.2004 / Feuilleton / Seite 13

Trimm-dich-Ticker

Auf Wiedersehen, »wieder sehen«: Was die Nachrichtenagentur dpa in den letzten Jahren zur Durchsetzung der Rechtschreibreform unternahm

Reinhard Markner

Deutsche Journalisten haben ihren Stolz. Wie verletzlich der ist, kann man dieser Tage erbitterten Kommentaren entnehmen. Sie lassen sich nicht ausgerechnet von der Bild-Zeitung vormachen, wie sie zu schreiben haben. Von einem »Frankfurter Frakturblatt« (Kreuzberger Käseblatt), schon gar nicht. Daß sie sich seit fünf Jahren von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nicht nur schlechte Nachrichten, sondern auch die passende Rechtschreibung liefern lassen, stört sie hingegen nicht.

Am 14. August 1996 versandte dpa ein Rundschreiben an die Abonnenten, das die Umstellung auf die veränderte Rechtschreibung als »letztlich unvermeidlich« darstellte. Zwar hätten Kunden in der Vergangenheit gefordert, »sich der Rechtschreibreform zu widersetzen«. Inzwischen aber habe sich »das allgemeine Problembewußtsein weiterentwickelt«. Die Agentur erklärte »zwei Wege für denkbar«: die Umstellung zu einem bestimmten Termin oder eine schrittweise erfolgende Anpassung der Rechts...

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