29.06.2004 / Thema / Seite 10

Monopolistische Krisenbewältigung

Der »Röhm-Putsch«, der keiner war. Legenden und Tatsachen um den 30. Juni 1934 (Teil I)

Kurt Gossweiler

Zum siebzigsten Jahrestag des Blutbades vom 30. Juni 1934 werden wir wieder überschwemmt werden mit Berichten darüber, wie Hitler an diesem Tage die von ihm lange geplante und sorgfältig vorbereitete blutige Abrechnung mit dem unbequem und lästig gewordenen Chef der »Sturm-Abteilungen« (SA) der Nazipartei, Ernst Röhm, und dessen Unterführer befahl und sich entschlossen an ihre Spitze stellte.

Das ist die Legenden-Version des 30. Juni, mit der seit Anfang der fünfziger Jahre eine andere, damals in der BRD-Geschichtsschreibung dominierende und weitgehend an den Tatsachen orientierte Darstellung der Ereignisse um dieses Datum herum verdrängt wurde. Zu den Hauptvertretern dieser verdrängten Darstellung gehörte auch der damalige wissenschaftliche Leiter des Münchener Instituts für Zeitgeschichte, Hermann Mau. In seiner Arbeit »Die zweite Revolution – der 30. Juni 1934« veröffentlicht in der Zeitschrift seines Instituts, in den Vierteljahresheften für Zeitges...

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