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21.06.2004 / Ausland / Seite 7

Indígena-Bewegung gespalten

Ecuador: Geschickter Schachzug des unter Druck geratenen Präsidenten. USA stützen Gutiérrez

Juis Ángel Saavedra/Roberto Roa, Quito (npl)

»Wann fällt Gutiérrez?« Dies ist die meistgestellte Frage in Ecuador, nachdem der umstrittenen Präsident laut Umfragen nur noch von fünf Prozent der Bevölkerung unterstützt wird. Angesichts immer neuer Skandale, Korruptionsaffären und Streitigkeiten im Staatsapparat ist in den Medien nicht mehr das »ob«, sondern nur noch der Zeitpunkt eines Machtwechsel Thema. Nun sind Palastrevolten durchaus üblich in dem kleinen Andenland Ecuador. Bereits vor sieben Jahren gelang es, einen Machthaber wegen »mentaler Inkompetenz« zu entmachten, Jahre später zwang eine soziale Protestwelle einen weiteren Präsidenten aus dem Amt.

Eigentlich war die Wahl von Lucio Gutiérrez vor eineinhalb Jahren eine Folge der erstarkten Protestbewegung: Vor allem die Indígena-Organisationen und andere Aktivisten versprachen sich von ihm einen Politikwechsel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Doch kaum im Amt wechselte Gutiérrez die Seiten, verprellte seine eigene Basis und richtete se...

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