25.05.2004 / Titel / Seite 1

Bluthochzeit auf Video

Noch am Wochenende leugneten US-Besatzer den Hubschrauberangriff im Irak. Jetzt geraten sie unter Druck

Rüdiger Göbel

Die Realität hat den Besatzern im Irak wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht: Bis zu 45 Menschen waren in der vergangenen Woche zwischen Dienstag nacht und Mittwoch früh beim Angriff amerikanischer Soldaten auf eine Hochzeitsgesellschaft im Westen des Irak ums Leben gekommen. Die US-Armee behauptete noch am Wochenende, es habe sich bei den Opfern um »Aufständische« gehandelt. Am Sonntag dann tauchte ein Video auf, das die Darstellungen mehrerer Bewohner des Dorfes Mogr Al Dib nahe der syrischen Grenze stützt: Bei dem mehrstündigen Überfall wurden unbewaffnete irakische Zivilisten ermordet, größtenteils Frauen und Kinder, die zu einer Hochzeitsfeier des Nomadenstamms Bou Fahad zusammengekommen waren. Und ab sofort befinden sich die US-Besatzer in Erklärungsnot – wieder einmal.

Das Video, das die Fernsehnachrichtenagentur APTN am Sonntag erhielt, zeigt, wie die Braut in einem weißen Auto eintrifft. Sie wird von Frauen schnell in ein Haus geleit...

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