Gegründet 1947 Donnerstag, 22. August 2019, Nr. 194
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03.05.2004 / Feuilleton / Seite 14

Zum Kotzen

Ein sozialpolitisch brisantes Kriminalhörspiel

Martin Droschke

Sie haben von Anfang an keine Chance. Denn sie wurden was sie sind, qua Geburt. Sie kommen aus Verhältnissen, die keinen Aufstieg erlauben. Sie sind Underdogs, elende Existenzen vom untersten Rand der Gesellschaft. Weil es eh nicht mehr schlechter werden kann, gibt es für sie kein Argument, sich nicht mit Gewalt zu nehmen, was ihnen sonst niemals gegeben wird: Geld, Gerechtigkeit und das gute Gefühl, daß die Massen wochenlang in den Zeitungen über ihre Rebellion lesen und ihre Hemmungslosigkeit bestaunen. Einmal im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen – diese Sehnsucht verbindet die Protagonisten der Schwarzen Trilogie von Léo Malet, einer literarischen Großtat, die von zahlreichen jugendlichen Protestbewegungen – von den 68ern bis zu den Post-Punks der 90er – zur Kultlektüre ...

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