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17.04.2004 / Thema / Seite 10

Vernichtungsinvestitionen

Warum die Anleger auf die »Agenda 2010« gewartet haben und warum beim Wirtschaftsaufschwung keine neuen Jobs entstehen

Werner Rügemer

Es gilt immer noch bis in die Gewerkschaften hinein der Glaube, daß mit »Wirtschaftswachstum« auch neue Arbeitsplätze entstehen. Doch in Wirklichkeit wird durch den vorherrschenden Wirtschaftstyp das Gegenteil erreicht. »Jobless recovery«, also ein Wirtschaftsaufschwung ohne Arbeitsplätze, ist in den USA zum selbstverständlichen Schlagwort geworden. Gleichzeitig steigen die Kapitalgewinne. Auch in Deutschland ist diese Entwicklung längst im Gange – gefördert durch die »Agenda 2010«.


Auslagerung qualifizierter Jobs


Der Wirtschaftsberater von US-Präsident George W. Bush, Gregory Mankiw, bezeichnete es Anfang 2004 als »ökonomisch vernünftig«, Arbeitsplätze aus den USA in Billiglohnländer auszulagern. Dies rief einen Sturm der Entrüstung hervor, die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten schlachteten die Äußerung aus. Bush mußte seinen Chefökonomen korrigieren, Mankiw mußte sich entschuldigen. (Handelsblatt, 27.2.2004)

Das klingt besonders komi...




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