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08.11.2022 / Feuilleton / Seite 10

Matrosenwut (II)

Helmut Höge

Mit dem Ausflaggen der westdeutschen Handelsflotte und Ende des 20. Jahrhundert bereits der DDR-Flotte wurden die gewerkschaftlich organisierten deutschen Seeleute mehrheitlich durch fast rechtlose und unterbezahlte Filipinos ersetzt. In Manila gibt es sogar deutsche Personalvermittler und eine Ausbildungsstätte, wo man lernt, wie man auf Kreuzschiffen Betten bezieht und Handtücher in Herzform faltet. »Die Schiffahrt ist heute ein radikal internationalisiertes Gewerbe.« Seit 1990 haben klamme Reedereien einige tausend Schiffe aufgegeben, ihre Mannschaften mussten sehen, wo sie blieben. Im Golf von Mexiko wurden 2010 Hunderte von »abandoned ships« einfach versenkt. Neuerdings bieten sich chinesische Arbeitslose für noch weniger Lohn als die Filipinos an.

»Ironischerweise haben die sozialen Strukturen an Bord deutscher Handelsschiffe erst in jüngster Zeit eine fast vollständige Übereinstimmung mit Goffmans ›Totaler Institution‹ erreicht«, schreiben die Sozi...

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