10.02.2004 / Ausland / Seite 9

Stammelnder Bush

Fernsehinterview des US-Präsidenten: Von den Schwierigkeiten mit der CIA und mit der Wahrheit

Rainer Rupp

Nach ersten Reaktionen von überzeugten Bush-Anhängern zu urteilen, hätte der US-Präsident besser seinen Mund gehalten und kein Interview gegeben. So beschrieb Kommentator John Derbyshire im neokonservativen Zentralorgan National Review am Montag die Darbietung von George W. Bush als »ziemlich trostlose Vorstellung«. Diese war am Sonntag abend zur besten Sendezeit auf NBC zu sehen gewesen, wobei sich in den Wohnzimmern der Nation die Frage aufdrängte, ob es sich bei dem stammelnden und sich ständig wiederholenden Mann auf dem Bildschirm tatsächlich um den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika handelte. So holperte Bush bei der Rechtfertigung des Irak-Krieges von Satz zu Satz, grummelte und nuschelte. Oder er gab auf schwierige Fragen nur einsilbig oder gar keine Antwort. Zugleich tat er sich durch hartnäckiges Ignorieren von inzwischen längst bekannten Fakten hervor. So führte Bush an, daß sein Chefwaffeninspekteur David Kay im Irak jede Menge Be...

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