31.01.2004 / Inland / Seite 6

Polizei überfiel Jugendzentrum

Gegner der Münchner Sicherheitskonferenz sollen kriminalisiert werden

Ludwig König, München

»Wir lassen uns nicht einschüchtern«, hieß es auf einem Transparent, das Demonstranten zum Pressetermin am Freitag vormittag vor dem Münchner Hotel Bayerischer Hof hochhielten. In einer Woche werden sich hier Verteidigungsminister der NATO-Staaten, Rüstungslobbyisten und hochrangige Militärs zur 40. Münchner Sicherheitskonferenz treffen. Als Versuch, Proteste gegen den »Kriegsgipfel« zu kriminalisieren, werteten Vertreter des Bündnisses gegen die Nato-Sicherheitskonferenz einen Polizeiüberfall auf das Jugendzentrum »Tröpferlbad« in der Nacht zum Freitag.

Rund 20 Mitglieder des Aktionsbündnisses malten dort Transparente für die Großdemonstration am 7. Februar, als eine Hundertschaft des Unterstützungskommandos (USK) der Polizei das Gebäude stürmte. Alle Anwesenden wurden »vereist«: Sie mußten sich bewegungslos an der Wand aufstellen und bekamen Nummern angeheftet.

Die Beamten brachen sämtliche Türen und Schließfächer im Haus a...



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