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02.01.2004 / Inland / Seite 5

Mittwochsreden

Zum Jahreswechsel demonstrierten Politiker und Kirchenmänner gemeinsamen »Reformwillen«

Rainer Balcerowiak

Das letzte (Politiker-)Wort des Jahres hat in Deutschlands elektronischen Medien traditionell der Bundeskanzler. Spätestens seitdem einige Scherzbolde im Westdeutschen Rundfunk 1986 die Aufzeichnung der Neujahrsansprache von Helmut Kohl gegen das Exemplar des Vorjahres austauschten, ohne daß das zunächst bemerkt wurde, müssen sich Politiker allerdings verstärkt mit dem Vorwurf auseinandersetzen, hauptsächlich mit austauschbaren Floskeln und Worthülsen zu operieren. Gerhard Schröder ließ jedoch am Mittwoch keinerlei Zweifel an der Authentizität der ausgestrahlten Rede aufkommen, indem er das Erdbeben im Iran gleich an den Anfang der Ansprache setzte.

Ausdrücklich lobte der Kanzler die deutschen Hilfstrupps und die vielen Spenden für die Opfer der Katastrophe, um anschließend kategorisch klarzustellen: »Wir Deutsche wissen, wir sind Teil der einen Welt. Katastrophen, Kriege, Gewalt oder Terrorismus gehen uns an, auch wenn sie Tausende von Kilometern e...

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