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02.01.2004 / Ausland / Seite 8

Betonstadt Bagdad

Alltag zwischen Straßenkontrollen und Hausdurchsuchungen

Karin Leukefeld

Im Irak unter Saddam Hussein erzählte man sich hinter vorgehaltener Hand oft einen Witz: Ein alter Mann steht auf der Straße und ruft ständig: »Was sollen wir nur, was sollen wir nur?« »Was sollen wir nur was?«, fragen Leute den alten Mann. Doch der ruft nur immer weiter, bis er schließlich seinen Satz zu Ende flüstert: »Was sollen wir nur mit all den Bildern von Saddam eines Tages tun?«

Heute fragt sich so mancher Einwohner von Bagdad: »Was sollen wir nur mit all den Betonmauern, Sandsäcken und dem Stacheldraht eines Tages tun?« Ziad, ein Taxifahrer kommt viel herum in der Stadt. Überall sieht er neue Betonwände und Sandsacktürme wachsen. Stacheldraht, mitten auf Straßen ausgerollt, zwingt ihn oft zu langen Umwegen. »Wie sollen wir Bagdad wieder aufbauen, wenn sie immer mehr Sperren errichten,« fragt er. Als erste Boten der neuen Freiheit im Irak kamen Satellitenschüssel und Dutzende von Zeitungen. Nun wird das Provisorium der Besatzungsmacht einbeton...

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