Der Schwarze Kanal
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11.12.2003 / Ausland / Seite 7

Eine Stadt als ethnischer Zankapfel

Irak: Auseinandersetzungen um Kirkuk nehmen zu. US-Besatzer vor neuen Schwierigkeiten

Anton Holberg

Die US-Besatzer im Irak haben es nicht nur mit einem offensichtlich wachsenden bewaffneten Widerstand zu tun, sondern mit nur schwer lösbaren Widersprüchen zwischen ihren irakischen Alliierten. Diese Konflikte können sich jederzeit blutig entladen, wobei im Brennpunkt eines derartigen Geschehens wegen ihrer besonders komplizierten Struktur die viertgrößte Stadt des Landes stehen könnte: Kirkuk, eines der beiden Zentren des irakischen Ölreichtums.

Ob bereits der Autobombenanschlag, der im November vor dem Hauptquartier der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) fünf Menschen das Leben kostete, Ausdruck der sich anbahnenden Probleme war, ist derzeit noch unklar. Allerdings ist die brisante Lage offensichtlich; sie basiert darauf, daß während der Baath-Regierung und insbesondere nach dem Zusammenbruch der kurdischen Revolte 1975 etwa 250 000 Kurden aus Kirkuk vertrieben wurden. Für sie wurden Araber angesiedelt.

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