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01.12.2021 / Inland / Seite 2

»Kommunale Hilfe ist chronisch unterfinanziert«

HIV-Infektionen: Der Zugang zu sauberen Spritzen ist für Drogenkonsumierende nicht mehr gewährleistet. Ein Gespräch mit Silke Klumb

Markus Bernhardt

An diesem 1. Dezember findet der Welt-AIDS-Tag statt. Wie steht es aktuell um die HIV-Neuinfektionszahlen in Deutschland?

Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir einen Rückgang um 300 HIV-Neuinfektionen von 2.300 auf 2.000. Das hat vielfältige Ursachen. Neben Kontaktbeschränkungen im ersten Coronajahr hat ganz sicher auch die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) dazu beigetragen – das ist ein HIV-Medikament, das vorbeugend eingenommen werden kann. Seit September 2019 übernehmen bei Menschen mit hohem HIV-Risiko die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Zugleich sehen wir seit Jahren einen leichten Anstieg an Neuinfektionen bei Menschen, die intravenös Drogen konsumieren. Das erfüllt uns mit großer Sorge. Im ersten Pandemiejahr wurde der Zugang zur Substitutionsbehandlung erleichtert. Das war sehr fortschrittlich und ist ziemlich schnell passiert. Trotzdem steigen die Zahlen weiter.

Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie daraus?

Präventions- und Hilfsangebote...

Artikel-Länge: 4299 Zeichen

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