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08.10.2003 / Inland / Seite 15

Neonazis spähten Konten aus

München: Ermittler warnten linke Gruppen nicht, die ins Visier der »Kameradschaft Süd« gerieten

Leif Allendorf

Linke und antifaschistische Gruppierungen in München sind empört darüber, daß der bayerische Innenminister Günter Beckstein (CSU) und die Staatsanwaltschaft sie nicht vor einer möglichen Gefährdung gewarnt haben, obwohl den Behörden seit August bekannt war, daß Neonazis sie ausspionierten. Wie die Münchner tageszeitung (tz) am vergangenen Mittwoch aufdeckte, hatte eine 17jährige Auszubildende im Auftrag der Neonazigruppe »Kameradschaft Süd« um Martin Wiese die Postbank-Konten antifaschistischer und anderer linker Gruppen ausspioniert. Laut tz sind unter anderem Konten des Münchner Friedensbüros sowie der Münchner PDS betroffen. Auch die Rote Hilfe e. V. unterhält Konten bei der Postbank und könnte ausgeforscht worden sein. Auf diese Weise sind die »Kameraden« möglicherweise an Namen von Kontobevollmächtigten, Vereinsvorständen und Einzahlern gelangt.

Die Ermittlungen gegen die Neonazigruppe »Kameradschaft Süd« waren vor einem Monat an die große Glocke...

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