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06.10.2003 / Inland / Seite 4

Hetze gegen Obdachlose

Investoren wollen Einrichtung eines Heims für Wohnungslose in Berlin-Kreuzberg stoppen

Christian Linde

Der Streit um den Umzug eines Obdachlosenwohnheimes im Berliner Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg (jW berichtete) hält an. Nachdem das Bezirksamt dem Druck vor allem von Investoren, Bauherren und Architekten nicht nachgeben will, macht die sogenannte Anwohner-Initiative nun massiv Stimmung. Hatte sich der Widerstand der »Initiative Engelbecken« zunächst auf die Betreiberin, die SIEFOS GmbH, konzentriert, nehmen die Akteure jetzt verstärkt die Bewohner des Sozialprojektes ins Visier. Nachdem der Gründer des linken Buchverlages Elefanten Press, Wieland Giebel, gegenüber SIEFOS angekündigt hatte, »es wird hier Ärger geben, bis sie sich zurückziehen«, flattern der Bezirksbürgermeisterin Cornelia Reinauer (PDS) inzwischen sogar Briefe von »Anwohnern« aus dem Ausland auf den Schreibtisch.

In einem Schreiben wirft Axel Boje – wohnhaft in London – den Bezirksverordneten vor, daß »eine wesentliche Minderung des Wohnwertes stattfinden wird«. Um seine finanziellen...

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