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10.09.2003 / Ausland / Seite 7

Beschränkter Einfluß

Afghanistan: Nicht der Präsident, sondern die Warlords üben die Macht am Hindukusch aus

Thomas Berger

Hamid Karsai will es noch einmal wissen. Wie der afghanische Übergangspräsident erst vor wenigen Tagen in einem Fernsehinterview erklärte, wolle er bei den Wahlen für das höchste Staatsamt, die für Juni 2004 geplant sind, für eine weitere, dann reguläre Amtszeit kandidieren. Trotz Meldungen über erneute Anschläge versprengter mutmaßlicher Taliban-Kämpfer, die wieder zunehmende Mohnproduktion für den internationalen Drogenmarkt und interne Streitigkeiten in der Interimsadministration hat die Information ihre Wirkung nicht verfehlt: Der derzeit erste Mann im Land am Hindukusch hat klargemacht, daß mit ihm weiter zu rechnen ist und er sich das Zepter nicht aus der Hand nehmen lassen will.

Wenn er es denn überhaupt in der Hand hat. Nominell ist Karsai zwar Staatsoberhaupt, auf der Loja Dschirga, der Großen Ratsversammlung, im Vorjahr mit großer Mehrheit gewählt. De facto aber regiert er nur ein Gebiet, das wenig größer ist als die Hauptstadt Kabul. Alle an...

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