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10.09.2003 / Ausland / Seite 8

Hoffnung von der Basis

Argentinien: In den neuen sozialen Bewegungen spielen Frauen die Hauptrolle

Cecilia Pavón, Buenos Aires

»Ich habe mir die Haare abgeschnitten, damit mich kein Mann mehr ansieht«, erzählt Carina Ceferino stockend. Sie ist eine der 15 Frauen, die von Javier Posadas vergewaltigt wurden. Posadas, der bis vor kurzem als PR-Beauftragter einer Disco in Buenos Aires arbeitete, wurde mittlerweile zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt. »Wir beglückwünschen dich, Carina, für deinen Mut, das zu erzählen, was dir zugestoßen ist«, rief die Sprecherin der meistgesehenen Abendnachrichten bewegt in die Kamera. In einem Land, in dem die Scheidung bis 1984 illegal war, überrascht es niemanden, daß einer Frau gratuliert wird, die ihren Vergewaltiger anzeigt. Immer noch ein außergewöhnlicher Fall.

Doch auch in anderen Bereichen ist der Kampf der Frauen für ihre Rechte schwierig. Zwar wurde vor wenigen Wochen ein neues Gesetz erlassen, das Gesundheitsämter künftig verpflichtet, Frauen umsonst Verhütungsmittel zur Verfügung zu stellen. Doch das Gesetz wurde erst verabschiedet, als...

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