Gegründet 1947 Dienstag, 18. Juni 2019, Nr. 138
Die junge Welt wird von 2198 GenossInnen herausgegeben
19.08.2003 / Ausland / Seite 8

Beweisnot in Den Haag

UN-Tribunal will dubiose Dokumente nutzen, um Vorwürfe gegen Milosevic aufrechtzuerhalten

Cathrin Schütz, Belgrad

Am UN-Tribunal in Den Haag ist am Montag die Sommerpause zu Ende gegangen. Im Prozeß gegen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic soll in den kommenden Monaten schwerpunktmäßig das »Massaker von Srebrenica« im Juli 1995 verhandelt werden. Im Fall des Bürgerkriegs in Bosnien-Herzegowina wirft Chefanklägerin Carla del Ponte dem Angeklagten »Völkermord« vor. Ursprünglich war dieser Tatvorwurf auch Teil des Kosovo-Komplexes. Mangels Beweisen mußte dies allerdings fallengelassen werden. Dabei war der Völkermordvorwurf Hintergrund der Anklage und der illegalen Auslieferung Milosevics. Auch im Fall Srebrenica bewegt sich del Ponte auf dünnem Eis. Noch vor der Sommerpause hatte der ehemalige jugoslawische Präsident Zoran Lilic vor Gericht Milosevic bescheinigt, nicht in das Massaker in der ehemaligen UN-Schutzzone verwickelt gewesen zu sein.

Das »Institute for War and Peace Reporting« (IWPR) in London spielte der Anklageseite in Den Haag...

Artikel-Länge: 4983 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €