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22.10.2020 / Thema / Seite 12

Geschlossene Heimatfront

Der Imperialismus in seinem Expansionsdrang verlangt nach Einmütigkeit im Innern. Seine Ideologen in Deutschland haben das immer wieder betont – vom Kaiserreich bis heute

Jürgen Lloyd

Der vorliegende Text basiert auf einem Vortrag, den Jürgen Lloyd am 10. Oktober auf der Veranstaltung der Marx-Engels-Stiftung »Es gab keine Stunde Null« in Stuttgart hielt. Wir danken dem Autor für die Genehmigung zum Abdruck. (jW)

Die Rede von der »Stunde Null« als Bezeichnung für die Kapitulation des deutschen Faschismus im Mai 1945 hatte vermutlich unterschiedliche Motive. Bei einigen mag damit der Wunsch und die Hoffnung zum Ausdruck gebracht worden sein, nun mit all dem zu brechen, was zu Krieg und Faschismus geführt hatte, und eine neue Gesellschaft des Friedens und der Freiheit aufzubauen, wie es im Schwur von Buchenwald hieß und wie es in einem Teil Deutschlands in den folgenden gut 40 Jahren auch tatsächlich unternommen wurde. Auch in den Westzonen Deutschlands und dann in der BRD war die Bezeichnung »Stunde Null« gebräuchlich, aber, da hier der Bruch mit all dem, was zu Krieg und Faschismus geführt hatte, nicht vollzogen wurde und viele der Ant...

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