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13.07.2020 / Thema / Seite 12

Laufen gelassen

Vorabdruck. Nazitäter konnten nach 1945 mit milden Richtern rechnen. Exemplarisch dafür steht Walter Huppenkothen, verantwortlich für die Ermordung von Dietrich Bonhoeffer

Christoph U. Schminck-Gustavus

Am 9. April vor 75 Jahren wurden die Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg und Hans von Dohnanyi im KZ Sachsenhausen von den Faschisten hingerichtet. Einer der hauptverantwortlichen Täter war der SS-Standartenführer Walter Huppenkothen (1907–1978). Nach Kriegsende am 1. Dezember 1949 verhaftet, wurde er nach zwei Freisprüchen vor dem Landgericht München schließlich in Augsburg zu lediglich sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Hatte der Bundesgerichtshof (BGH) die Standgerichtsverfahren der SS 1952 noch als Unrecht erkannt, urteilte er 1956 in einem zweiten Verfahren aber, es handele sich bei den Taten Huppenkothens um »Staatsnotwehr«.

In diesen Tagen erscheint das Buch »Der Tod auf steilem Berge. Die ›Standgerichtsprozesse‹ gegen Dietrich Bonhoeffer und Hans von Dohnanyi und die Freisprechung ihrer Mörder« von Christoph U. Schminck-Gustavus im Donat-Verlag. Wir veröffentlichen mit freundlicher Genehmigung des Autors und des Verlages einen...

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