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17.06.2020 / Feuilleton / Seite 10

Pohl, Panse

Jegor Jublimov

Im ersten Defa-Jahrzehnt zählte Artur Pohl, der am Montag vor 50 Jahren mit 70 starb, zu den führenden künstlerischen Mitarbeitern des Spielfilmstudios. Nach »Freies Land« (1946) von Milo Harbich war Pohls Regiedebüt »Die Brücke« 1949 der zweite Defa-Film, der die Problematik der Umsiedler thematisierte. Besondere Verdienste erwarb Pohl durch Bearbeitungen von Stoffen norddeutscher Autoren wie Theodor Fontane, Fritz Reuter und Theodor Storm. Pohl wurde 1900 in Görlitz in ein sozialdemokratisches Elternhaus geboren, gehörte in den 20er Jahren zu den »jungen Wilden«, als er in Darmstadt und Düsseldorf neue Autoren und Theaterformen ausprobierte, und »überwinterte« in der Nazizeit mit Drehbüchern für abenteuerliche Filme.

Sein Hauptwerk »Die Unbesiegbaren« (1953) verknüpft die Geschichte der Sozialdemokratie geschickt mit der persönlichen Situation der Arbeiter im Kaiserreic...

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