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11.06.2003 / Feuilleton / Seite 13

Warum denn nicht?

Zerstörungswut kann auch lustig sein – über die erste große Werkschau der New Yorker Künstlerin Louise Bourgeois in Berlin

Bettina Klix

Louise Bourgeois hielt es nicht für nötig, sich 1997 bei Bill Clinton im Weißen Haus die »National Medal Of Arts« selbst abzuholen und schickte einen ihrer Söhne. Die 92jährige New Yorker Künstlerin reist überhaupt nicht mehr. Da Bourgeois aber vielfach von Filmemachern besucht wurde, dienten auf der Pressekonferenz und bei der Eröffnung ihrer ersten Berliner Ausstellung »Intime Abstraktionen« Filmausschnitte dazu, ihre Anwesenheit heraufzubeschwören, besonders ihren Humor, der es vielen erleichtert, die Sexualität oder Gewalt in ihrer Kunst zu verkraften. Bourgeois äußert sich immer wieder zu ihrem Werk und ihrer Biografie, das gesprochene und geschriebene Wort ist ein wichtiger Teil ihrer Arbeit. Die bedeutendste Veröffentlichung der letzten Jahre war »Destruction of the Father – Reconstruction of the Father« mit Interviews und Aufzeichnungen. Der Titel ist auch der Name einer ihrer brutalsten Arbeiten. Sagt man ihr: »Sie haben in Ihrem Werk mehr als ei...

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