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28.03.2020 / Ausland / Seite 2

»Heute zahlen wir den Preis dafür«

Italien leidet auch wegen neoliberalem Spardiktat unter den Folgen der Coronaviruspandemie. Ein Gespräch mit Stefano G. Azzarà

Gerhard Feldbauer

Italien wird noch schwerer als China von der Coronaviruspandemie betroffen. Wo sehen Sie die Ursachen dafür?

China, aus der Perspektive vieler noch weitgehend ein Entwicklungsland, hat die Coronaviruskrise tatsächlich besser und schneller gemeistert als Italien, ein führendes Industrieland. Der Notfall deckt die strukturellen Schwächen der kapitalistischen Gesellschaft auf, in der die politischen und Managemententscheidungen wesentlich von den wirtschaftlichen Interessen der herrschenden Klassen – die Produktion nicht stoppen, damit der Wettbewerb um Gewinne weitergehen kann – abhängen. In China dagegen beherrscht die Politik nicht nur die Kräfte des Marktes und stellt sie in den Dienst der Interessen der Mehrheit, sondern die dortige Planung ermöglicht es auch, die Produktion schnell wieder umzustellen. In der EU wird die Krise wiederum von den vorherrschenden Ländern genutzt, vorteilhafte Positionen zum Nachteil anderer zu erreichen, anstatt solidarisch...

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