05.06.2003 / Thema / Seite 10

»Null Hunger«

Die ersten fünf Monate eines sozialen Präsidenten und seines neuen Brasilien

Theo Wentzke

Ende 2002 gewinnt der »charismatische« »sozialistische« Politiker und frühere Gewerkschaftsführer Luiz Inácio da Silva, genannt Lula, die Stichwahl um das Präsidentenamt Brasiliens mit »überwältigenden 61 Prozent« der Stimmen und eint das Land geradezu begeistert hinter sich. »Seit dem Ende der Militärdiktatur hat kein Präsident soviel Zuversicht und Hoffnung unter den Brasilianern auslösen können wie derzeit Lula. Die Mehrheit der Brasilianer glaubt daran, daß es ihr unter dem neuen Präsidenten besser gehen wird. Schließlich ist Lula doch selbst in Armut aufgewachsen; er ist ›einer von uns‹ und damit einer, der die Bedürftigen aus der Misere herausholt, der Arbeit gibt, der das Geld in der Lohntüte erhöht, der die Kinder in die Schule karren läßt und der mehr Ärzte einstellt.« (NZZ, 26. 3 .03)

Mit seinem »Markenzeichen ›Fome Zero‹ (›Null Hunger‹)« (FAZ) versteht er es, auch das in Armut und Hunger lebende Viertel des Volkes für die Besetzung des höchste...

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