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29.02.2020 / Geschichte / Seite 15

Königreich ohne König

Am 1. März 1920 erhielt Ungarn mit Miklos Horthy seinen Reichsverweser

Christian Stappenbeck

Als Königreich bestand Ungarn von 1000 bis 1918 und noch einmal ab 1920 für ein weiteres Vierteljahrhundert. Die neue Ära begann für das verkleinerte Land Anfang März 1920. Eine im Zeichen des Terrors gewählte Nationalversammlung bestimmte mit 131 von 141 Stimmen den Oberbefehlshaber, Admiral Miklos Horthy von Nagybanya, zum Staatsoberhaupt. Sein Titel lautete ungarisch Kormanyzo, das heißt Regent: der stellvertretend für den Monarchen Regierende. Im Deutschen wird es meist mit Reichsverweser übersetzt. Zum Tag der Abstimmung hatte Horthy das Parlament samt Umgebung durch seine Offiziersdetachements besetzen lassen, die allein durch ihre Anwesenheit die Abgeordneten unter den gewünschten Druck setzten.

Ein Land ohne Küste, ein Reich ohne König – so spöttelte man in und über Ungarn seinerzeit – wird regiert von einem Admiral ohne Flotte. Aber immerhin, es gab für den Admiral noch die Donauflottille. Die Lage war trotz solcher Scherze ernst; denn die Mehrza...

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