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29.02.2020 / Feuilleton / Seite 10

Der unpolitische Anschein

Und sein politischer Zweck: Zum Dokfilm »Wagenknecht« auf der Berlinale

Kai Köhler

Die Geschichte geht in diesem Dokumentarfilm, der am Donnerstag in der Berlinale-Sektion für den deutschen Nachwuchs Weltpremiere hatte, so: Im Bundestagswahlkampf 2017 setzt sich Sahra Wagenknecht mit aller Kraft für die Linkspartei ein. Sie ist beliebt, sie überzeugt – an ihr liegt es nicht, wenn am Wahlabend zwar insgesamt ein leichter Zugewinn für die Partei herausspringt, aber Verluste im Osten. Insgesamt ist eine Regierungsoption weiter entfernt als vier Jahre zuvor.

Innerparteilich setzt Häme ein: Wagenknecht habe Wähler abgeschreckt. Zugleich macht sich Wagenknecht Gedanken über den Erfolg der AfD und darüber, wie man deren Unterstützer zurückgewinnt. Ein Baustein ist aus dieser Sicht eine als realistisch angesehene Migrationspolitik – keine offenen Grenzen, Unterstützung der Menschen in den Herkunftsländern. Ein anderer Baustein ist die Erkenntnis, dass Politik nicht allein im Parlament stattfinden darf, und als Konsequenz die Gründung von »Aufst...

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