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29.02.2020 / Inland / Seite 8

»Autoritäre Charaktere wollen nicht veralbert werden«

»Adbusting«, die satirische Umgestaltung von Werbepostern, ein »linksextremes Gewaltdelikt«? Ein Gespräch mit Klaus Poster*

Gitta Düperthal

Das Bundesamt für Verfassungsschutz, die Bundesregierung und die Polizei beschäftigen sich aktuell mit dem »Adbusting«, der gesellschaftskritischen Umetikettierung von Werbeplakaten etwa der Polizei. Dieses wird als »linksextremes Gewaltdelikt« eingeordnet, wie aus der Antwort auf eine kleine Anfrage von Ulla Jelpke, Die Linke, jüngst hervorging. Ist das aus Ihrer Sicht zeitgemäß?

Es zeigt, wohin die Reise geht. Vor allem auch, dass die Sicherheitsbehörden in der Bundesrepublik null Toleranz haben, wenn es um Kritik an ihnen geht. Es ist paradox: Die öffentliche Meinung hierzulande wirkt so liberal wie noch nie zuvor, zugleich aber sind in den staatlichen Verfolgungsbehörden überwiegend stramm rechte Menschen vertreten. Sie würden ja gerne Rechte jagen, aber wenn die dort Beschäftigten, in der Regel charakterlich autoritär Strukturierte, nach rechts schauen, dann ist da halt niemand mehr.

Was genau ist »Adbusting« (Deutsch: Werbung zerschlagen), können Si...

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