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28.02.2020 / Inland / Seite 5

Deutlich weniger Jobs zum Mindestlohn

Statistik für Jahre 2015 bis 2018: Rückgang um mehr als die Hälfte. Kritik von Gewerkschaften

Marc Bebenroth

Innerhalb der drei Jahre, die bürgerliche Medien rückblickend als jüngsten »Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt« bejubeln, hat sich in der Bundesrepublik die Zahl derjenigen, die zum Mindestlohn einer Erwerbsarbeit nachgehen, mehr als halbiert. Wurden im Jahr 2015 noch 1,91 Millionen Jobs gezählt, die lediglich das vorgeschriebene Minimum vergüten, ging die Zahl bis April 2018 auf 930.000 zurück. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Die Angaben sind das vorläufige Ergebnis der jüngsten »Verdiensterhebung«. Mögliche Ursachen und Erklärungen gehen jedoch aus der Mitteilung nicht hervor. Die Behörde weist lediglich darauf hin, dass gesonderte Regelungen für Praktika beispielsweise in der Statistik nicht dargestellt werden könnten.

Demnach wurde im Frühjahr 2018 in 2,4 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse der Mindestlohn von damals 8,84 Euro gezahlt. Im Osten der Republik lag der Anteil mit 4,6 Prozent höher – nicht mal ...

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