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22.02.2020 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»IT-Konzerne bekommen einen quasi staatlichen Status«

Gespräch mit Bijan Moini. Die Gier nach Daten eint Behörden und Monopolisten. Über Wege, den digitalen Überwachungsstaat zu verhindern

Christa Schaffmann

Ihr gerade erschienenes Buch trägt den Titel »Rettet die Freiheit!«. Welche Freiheit meinen Sie?

Der Titel bezieht sich auf die klassischen Freiheitsrechte. Die geraten durch die Art, wie sowohl der Staat als auch Privatunternehmen die Digitalisierung einsetzen, immer stärker unter Druck. Auf einer eher persönlichen Ebene meine ich die Möglichkeit, ohne gezielte Beeinflussung durch andere Entscheidungen treffen zu können.

Vor wem muss die Freiheit gerettet werden?

Zum einen vor den großen IT-Konzernen, die Geschäftsmodelle rund um die Digitalisierung gebaut haben, wie Facebook, Google oder Amazon, die pro Jahr Gewinne im zweistelligen Milliardenbereich erzielen – zum großen Teil mit Hilfe unserer Daten. Zum anderen gilt es, die Freiheit vor dem Staat zu retten, der sich zunehmend die Möglichkeiten der IT-Konzerne zunutze macht, auf Daten zugreift, die jene zu ganz anderen Zwecken gesammelt haben. Das gilt u. a. für Fluggastdaten, die der Staat massenhaft ...

Artikel-Länge: 15620 Zeichen

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