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20.05.2003 / Ansichten / Seite 3

Die Medien und der Krieg: Zensur bei den Monopolen?

jW sprach mit Jeremy Dear, Generalsekretär der britischen Journalistengewerkschaft NUJ

Hans-Gerd Öfinger

F: Welche Erfahrungen haben Sie im Irak-Krieg mit den britischen Medien gemacht?

Der britische Großverleger Sir Ray Tindle mit seinem Imperium von 132 Lokalblättern hat bei Kriegsausbruch angeordnet, daß in Artikeln, auf Leserbriefseiten oder in Kommentaren seiner Blätter Antikriegsmeinungen nicht geduldet würden. Dies war aber nur der krasseste Fall. Auch die 175 Zeitungen von Rupert Murdoch starteten heftige Angriffe auf die Kriegsgegner. Und den BBC-Journalisten war es untersagt, als Privatperson an Antikriegsdemonstrationen teilzunehmen. Sie wurden angewiesen, in ihrer Berichterstattung »extremistischen« Kriegsgegern keine Plattform zu bieten. Da die von den Medien verarbeiteten Informationen direkt aus US-amerikanischen und britischen Militärkreisen stammten, erwiesen sich viele Nachrichten hinterher als Falschinformation.

F: Gab es dagegen seitens der Journalisten auch Widerstand?

Trotz massiven Drucks waren etliche Journalisten bemüht, die...





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