Gegründet 1947 Dienstag, 14. Juli 2020, Nr. 162
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14.12.2019 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Sensible auswärtige Kulturpolitik ist Friedenspolitik vom Feinsten«

Ein Gespräch mit Uwe Schmelter. Über Verbindendes zwischen Nord- und Südkorea, Berichterstattung aus zweiter Hand und das klägliche Ende des Goethe-Lesesaals in Pjöngjang

Rainer Werning

Wo wuchsen Sie auf, und was waren rückblickend prägende Erlebnisse und Erfahrungen während Ihrer Kindheit und Jugend?

Ich wurde in den letzten Kriegswochen, während der Flucht meiner Mutter aus dem Osten gen Westen, im Februar 1945 in Greifswald geboren. Zwei Tage nach der Geburt ging’s weiter – bis ins fast gänzlich ausgebombte Köln, wo meine Eltern das Glück hatten, in einem noch halbwegs intakten Haus im rechtsrheinischen Deutz zwei bescheidene Zimmer in einer Etagenwohnung beziehen zu können.

Ich wurde mit Rheinwasser getauft und bleibe nach einem Leben auf allen Kontinenten in meinem tiefsten Herzen Kölner. Köln war damals die Stadt in Westdeutschland, die nach den Nazijahren, nach Krieg und Holocaust das tiefe kulturelle und intellektuelle »Nachkriegsvakuum« wieder engagiert füllte. Junge, damals noch zur Avantgarde zählende Künstler wie Karlheinz Stockhausen, Kurt Edelhagen, Luigi Nono, Mauricio Kagel, Johannes G. Fritsch, Hans Werner Henze u. v. a...

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