Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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05.12.2019 / Inland / Seite 4

Giftspritzer in Uniform

Toxische Löschmittel bei der Bundeswehr: Sachsen-Anhalts Landesregierung kann belastetes Trinkwasser nicht ausschließen

Susan Bonath

Beim Löschen selbst verursachter Brände hantiert die Bundeswehr auch mit giftigem Schaum. Über Jahre hat sie dadurch zahlreiche Standorte mit wahrscheinlich Krebs erzeugenden »per- und polifluorierenden Chemikalien« (PFC) verseucht. Auch auf den drei Militärstandorten in Sachsen-Anhalt wurden diese Stoffe nachgewiesen. Seit über einem Jahr weiß die Landesregierung davon, wie sie nun auf Anfrage der Landtagsfraktion Die Linke bestätigte. Doch die Gefahrenanalyse lässt auf sich warten, vorsorgliche Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung gibt es nicht. Das ist besonders brisant, weil sich unter dem 232 Quadratkilometer großen Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide ein großes Trinkwasserreservoir für rund 750.000 Menschen befindet.

Der Umweltskandal war erstmals im April 2019 durch die ARD-Sendung »Report München« öffentlich geworden. Im Juli räumte die Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag ein, seit 2012 von den Prob...

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