Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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27.11.2019 / Feuilleton / Seite 10

Philipe, Zschoche, Schulz

Jegor Jublimov

In den fünfziger Jahren hatte Europa keinen größeren Filmliebling als Gérard Philipe. Ein Frauenschwarm mit französischem Charme und umwerfendem Aussehen, der auch von jungen Männern als Mantel-und-Degen-Held bewundert wurde, etwa in »Fanfan, der Husar« (1952). Zudem gestaltete Philipe sensible Charaktere (»Der Reigen«, 1950, »Montparnasse 19«, 1958), und er war ein Linker. Sein Vater wurde nach dem Krieg als Kollaborateur in Abwesenheit zum Tode verurteilt, Sohn Gérard hatte in der Résistance Widerstand geleistet. Er spielte Theater für die kleinen Leute, war Mitunterzeichner des Stockholmer Appells zur Ächtung von Atomwaffen und wurde Präsident der Schauspielergewerkschaft.

Für ein Gastspiel an der Berliner Volksbühne kam der Star 1955 erstmals in die DDR. Im folgenden Jahr stand er u. a. in Raguhn bei Bitterfeld vor der Defa-Kamera und erfüllte sich in einer Koproduktion den...

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