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15.11.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Push-Back-Kommando

Maskierte Männer weisen Geflüchtete an der griechischen Landgrenze völkerrechtswidrig zurück

Efthymis Angeloudis

Wenn man von der Türkei aus nach Griechenland flieht, hat man die Wahl zwischen der zwei Kilometer breiten Straße von Mykale, die das türkische Festland von der griechischen Insel Samos trennt, der zehn Kilometer weiten Meerenge zwischen dem türkischen Hafen Assos und dem griechischen Fischerort Skala Sikamineas auf Lesbos und dem an manchen Stellen nicht mal 100 Meter breiten Grenzfluss Evros (türkisch Meric) zwischen den beiden Staaten. Dem Anschein nach eine einfache Entscheidung – wenn sie denn von den Geflüchteten selbst getroffen wird –, doch in allen drei Fällen eine schwierige und äußerst gefährliche Route.

Denn der träge wirkende, 530 Kilometer lange Evros wird in den Frühlingsmonaten, wenn der Schnee in den Rhodopen und dem Balkangebirge schmilzt und Regen den Flusspegel anschwellen lässt zu einem reißenden Strom, der jährlich Dutzende Menschenleben kostet. Seit dem Jahr 2000 wurden auf der griechischen Seite des Evros mehr als 400 Tote gefunden...

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