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30.04.2003 / Ansichten / Seite 3

Zerschlagung der Gewerkschaften: Welche Lehren nach 70 Jahren?

Karl Heinz Roth, Arzt und Historiker, forscht bei der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts in Bremen. jW sprach mit ihm

Kaspar Loeben

F: Am 2. Mai 1933 stürmten in ganz Deutschland Schlägertrupps der Nazis die Gewerkschaftshäuser. Wie haben die Gewerkschaftsspitzen reagiert?

Vor dem 2. Mai 1933 überwog die Tendenz zur Anpassung. Zum 1. Mai 1933 hatten verschiedene ADGB-Landesvorstände zur gemeinsamen Demonstration mit den Nazis aufgerufen. Da war überwiegend die Hoffnung, durch eine Anpassungsstrategie in einer faschistischen Einheitsgewerkschaft überleben zu können. Und es gab andererseits starke Widerstandstendenzen, die sich auf die kommunistische Gewerkschaftsbewegung konzentriert haben, aber auch innerhalb des ADGB. Dies war die Voraussetzung, daß später eine illegale Reichsleitung entstehen konnte, die sich von der Haupttendenz der Anpassung, vor allem nach den Desillusionierungen der Jahre 1933/34, absetzen konnte.

F: War die Bereitschaft zur Anpassung in der ADGB-Führung einheitlich, oder gab es harte Auseinandersetzungen?

Es gab natürlich Auseinandersetzungen, aber aus...





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