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31.10.2019 / Thema / Seite 12

SS im Haus

Überwachen und strafen für Kriegsrüstung und Profit. Der faschistische Werkschutz, ein verlängerter Arm der Gestapo

Stephan Jegielka

Mit Blick auf das imperialistische deutsche Kaiserreich sprach Lenin von einem staatsmonopolistischen Kriegskapitalismus. Dieser sei ein »Militärzuchthaus für die Arbeiter«, ein »militärischer Schutz für die Profite der Kapitalisten«. Für die Zeit des deutschen Faschismus lässt sich in dieser Beziehung von einem geheimpolizeilichen Schutz sprechen. Die Rolle der Geheimpolizei bei der Unterdrückung der Arbeiterklasse wurde entscheidend. Das zeigte sich besonders deutlich an der Formierung des faschistischen Werkschutzes, ein »verlängerter Arm« der Gestapo in den Betrieben, wie diese in ihren »Richtlinien« ganz offen formulierte.

Aufbau eines Repressionsapparates

Zu diesem Zweck wurde in den deutschen Betrieben ab 1933 der Werkschutz aufgebaut. Darunter fielen die Positionen des Hauptabwehr- bzw. Konzernabwehrbeauftragten in den wenigen Großbetrieben, wie den IG Farben, der Daimler Benz AG, der Junkers AG oder der Krupp AG, ferner die Abwehrbeauftragten, di...

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