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25.04.2003 / Ansichten / Seite 2

Bahngewerkschaften im Clinch: Solidarität versus Partikularinteressen?

jW sprach mit Alexander Kirchner, Tarifexperte der Bahngewerkschaft Transnet

Rainer Balcerowiak

F: Der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) sind die geplanten Warnstreiks für einen Spartentarifvertrag für Lokführer und Zugpersonal per einstweiliger Verfügung verboten worden. Wie bewerten Sie diesen Beschluß in bezug auf die grundgesetzlich garantierte Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie?

Wir sind weiterhin der Auffassung, daß es nur einen Tarifvertrag geben sollte und bieten der GDL an, mit uns gemeinsam Verhandlungen zu führen. In diesem Rahmen hätte die GDL natürlich die Möglichkeit, ihre Forderungen einzubringen.

F: Sie teilen also die Rechtsauffassung des Gerichtes, das sich auf die Tarifeinheit innerhalb eines Betriebes beruft?

Wir kennen die Erklärung des Gerichts nicht. Wir waren keine Beteiligten und kennen nur das, was in der Presse steht.

F: Sehen Sie nicht eine generelle Gefahr, daß mit juristischen Mitteln Streikaktionen behindert werden?

Selbstverständlich. Auch gegen uns wollte die Bahn, als wir im März gestreikt haben, mi...









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