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25.04.2003 / Ansichten / Seite 3

Kritik nach Urteilen in Havanna: Wie reagiert die Kuba-Solidarität?

jW sprach mit Xavier Declercq aus Belgien

Harald Neuber

* Xavier Declercq ist Sprecher des »Bündnisses für die Aufhebung der US-Blockade gegen Kuba«, dem in Belgien über 70 Organisationen angehören. Er ist zudem führendes Mitglied der Hilfsorganisation Oxfam


F: Am 2. April wurde nach drei aufeinander folgenden Flugzeugentführungen eine Personenfähre vor der kubanischen Küste gekapert. Zehn Tage später wurde gegen drei der Entführer die Todesstrafe verhängt. Wie bewerten Sie das Urteil?

Die Urteile sind in meinen Augen falsch, obgleich die bewaffnete Aktion das Leben zahlreicher Zivilisten – Kubaner und Ausländer – in ernsthafte Gefahr gebracht hatte. Meiner Meinung nach ist die Todesstrafe ethisch in keinem Fall vertretbar. Auch das legitime Recht eines Staates, sich gegen Schwerkriminalität zur Wehr zu setzen, kann die Tötung eines Menschen nicht rechtfertigen. Studien belegen zudem, daß die Anwendung der Todesstrafe die Kriminalität noch in keinem Fall zurückgedrängt hat, weil Gewaltverbrecher zu of...




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