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25.04.2003 / Ausland / Seite 7

Die Revolution im Stadtteil

Szenen aus dem Alltag einer Basisinitiative am Rande der venezolanischen Hauptstadt Caracas

Peter Nowak

Agua Salud, sauberes Wasser, heißt die Metrostation, die von vielen Menschen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas nach Einbruch der Dunkelheit gemieden wird. Nur wenige Meter weiter beginnt das Barrio 23 de Enero. Von den wohlhabenden Schichten der venezolanischen Metropole ist das Stadtviertel wegen seiner kämpferischen Tradition zu Recht gefürchtet. Schließlich wurden die in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts erbauten Wohnblocks nach dem Sturz des Diktators Marco Pérez Jiménez im Jahre 1959 von ärmeren Teilen der Bevölkerung kurzerhand besetzt. Seitdem war das Viertel immer eine Hochburg der venezolanischen Linken. Sogar Guerillagruppen sollen dort Basen unterhalten.

Tatsächlich weht auf dem Dach eines der Häuserblocks die Fahne einer kleineren, im Ausland kaum bekannten Guerillagruppe. 1989, als es in der zweiten Regierungszeit des sozialdemokratischen Präsidenten Carlos Andrés Pérez zu spontanen Aufständen gegen Preiserhöhungen bei ...

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