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18.10.2019 / Ausland / Seite 2

»Jeder Euro fließt in die türkische Kriegskasse«

Trotz Einmarschs in Nordsyrien bleiben Berlin und Brüssel beinahe tatenlos. Derweil bricht Infrastruktur in Rojava zusammen. Gespräch mit Michael Wilk

Gitta Düperthal

Seit Beginn des Angriffskriegs der Türkei in der vergangenen Woche ist in Rojava in Nordsyrien nichts mehr, wie es war. Welche Auswirkungen hat das auf die kurdische Bevölkerung?

In diesen Zeiten kann man keine Statistik anlegen. Aber es ist eine humanitäre Katastrophe. Bis zu 300.000 Menschen fliehen in den Süden Syriens. Der Kurdische Rote Halbmond meldete schon vor Tagen 190.000 Flüchtende. Westliche Medien spielen die Zahlen oft herunter.

Die meisten großen kurdischen Städte liegen im Grenzbereich zur Türkei, wie Kamischli, Derik oder Kobani. Aktuell hat die türkische Armee mit der Fatah-Al-Scham-Front und ehemaligen IS-Kämpfern die nordsyrische Stadt Serekaniye (arabisch: Ras Al-Ain, jW) umzingelt, wo sie auch Rettungswagen beschießen. Westlich der Stadt konnte die Türkei Geländegewinne erzielen. Strategisch geht es ihr um eine Straße, die den Westen der Region mit dem Osten verbindet. Umkämpft ist die bereits eroberte Stadt Gire Spi (arabisch: Tel A...

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