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16.10.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Angst um Rendite

Immobilienkonzerne und -verbände starten Kampagnen gegen Mietinitiativen mit manipulativen Methoden

Kristian Stemmler

Ein Gespenst geht um in der Wohnungswirtschaft, könnte man ein berühmtes Zitat von Karl Marx abwandeln, und das heißt Mietendeckel. Das Vorhaben des Berliner Senats, die Mieten für einen bestimmten Zeitraum einzufrieren, erweist sich als ansteckend. In vielen Kommunen sind Debatten um den Mietendeckel entbrannt. Am 9. Oktober hat der Mieterverein München ein Volksbegehren für einen sechsjährigen Mietenstopp auf den Weg gebracht. Doch die Wohnungsunternehmen und ihre Verbände ziehen alle Register, um diese Bemühungen zu sabotieren.

Den Vogel schießt dabei der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen ab, der nach eigenen Angaben rund 3.000 Firmen vertritt. Ende September versandte der GdW einen Spendenaufruf für eine Öffentlichkeitskampagne an seine Mitglieder. Darin heißt es, in »Mietpreisbremse, Mietendeckel und Enteignungsdiskussionen« manifestiere sich »ein gesellschaftlicher Klimawandel«, der eine Bedrohung für die gesamte Immobi...

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