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15.10.2019 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Im Zweifel gegen das Gesetz

Schweizer Gastrounternehmer wollen kantonale Mindestlöhne unterlaufen – per Tarifvertrag

Florian Sieber, Winterthur

Was tun Unternehmer eigentlich in jenen seltenen Fällen, in denen Gesetze nicht nach ihrem Wunsch verabschiedet wurden? Sie versuchen, die Regeln zu ändern, oder – besser noch – gleich selbst neue zu schreiben. Ein solcher Fall lässt sich derzeit in der Schweiz beobachten. Hier zieht der mächtige Hotellerie- und Gastronomieverband Gastrosuisse gegen gesetzliche Mindestlöhne zu Felde – und versucht dabei, sogar die Gewerkschaften zu vereinnahmen.

Hintergrund der Ereignisse: Rund 260.000 Beschäftigte arbeiten in der Schweizer Gastronomie. Doch die Branche ist von diversen kleinen Betrieben geprägt, die Angestellten sind häufig nicht gewerkschaftlich organisiert. Und so gibt es zwar einen im ganzen Land gültigen Tarifvertrag, doch in diesem sind – für Schweizer Verhältnisse – Niedriglöhne festgehalten. Für Beschäftigte ohne Ausbildung sind demnach Löhne von unter 3.500 Franken (etwa 3.180 Euro) vorgesehen, Angestellte mit einer zweijährigen Grundbildung habe...

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