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07.10.2019 / Ausland / Seite 7

Proteste halten an

Demonstranten fordern Rücktritt der irakischen Regierung. Die beschließt Maßnahmen zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot

Wiebke Diehl

Mehr als 90 Tote und fast 4.000 Verletzte – das ist die Bilanz der gewaltsamen Reaktion der irakischen Regierung unter Premier Adel Abd Al-Mahdi auf Antikorruptionsproteste, die seit letztem Dienstag anhalten. Bei Demonstrationen im Süden des Landes sowie in Bagdad forderten auch am Samstag wieder Tausende den Rücktritt der Regierung. Dieser Forderung schlossen sich am Wochenende zwei der bedeutendsten schiitischen Gelehrten an. Der Geistliche Muktada Al-Sadr, der mit seinem Bündnis Sairun die letzte Parlamentswahl gewonnen hatte, rief seine Abgeordneten zum Boykott des Parlaments auf. Der Religionsgelehrte Ali Al-Sistani stellte sich ebenfalls hinter die Demonstranten und erneuerte seine Forderung nach Einrichtung eines Komitees aus Fachleuten, das Strategien im Kampf gegen Korruption erarbeiten solle. Unterdessen wurde die ursprünglich für Samstag anberaumte Krisensitzung des Parlaments kurzfristig verschoben.

Am Samstag abend beschloss das Kabinett auf...

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