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24.09.2019 / Feuilleton / Seite 11

Immer einen Augenblick zu spät

Niemand ist gerettet, kein Krieg ist gewonnen: Sylvester Stallone verabschiedet John Rambo

Peer Schmitt

»Ich bin der Krieg«, »Der Krieg ist in eurem Blut«, »Entweder leben für nichts oder sterben für etwas«, »Wenn man dazu gezwungen wird, ist Töten so kinderleicht wie Atmen«. So ungefähr lässt sich die Lebensphilosophie von Sylvester Stallones John Rambo in seinen eigenen Worten aus den ersten vier Filmen zusammenfassen.

Im nun sehr vermutlich doch allerletzten Film der Reihe – »Rambo: Last Blood« von Adrian Grunberg (einer der Regisseure der Mexiko-Drogenkartell-TV-Serie »Narcos«) wird die Rechnung eines Soldatenlebens präsentiert. Es hat ungesunden Spuren hinterlassen.

In der Eröffnungsszene des Films sieht man Rambo während eines Unwetters im Wald hoch zu Ross, wie er versucht, verirrte Wanderer vor den Naturgewalten zu retten. Vergeblich. »Wer ist denn das« wird der die Rettungsaktion koordinierende Sheriff von jemandem gefragt, der auf den niedergeschlagenen Reiter in der triefnassen Regenjoppe deutet. »Ach, das ist so ein ’Nam-Burnout, der hier gelege...

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